Nur das ich es nicht vergesse

Ich bin gestern und vorgestern ungeschminkt zur Arbeit gegangen! Naja, nicht ganz, ein wenig Kajal und Augenbrauenfarbe musste sein. Aber das war es auch schon. Bei der Wärme hatte ich keine Lust auf MakeUp. Früher wäre ich noch nicht einmal ungeschminkt zum Mülleimer gegangen und nun gehe ich sogar ohne MakeUp zur Arbeit. Das ist auch ein Zeichen der inneren Ausgeglichenheit und des Selbstbewusstseins. Nun gut, ich muss dazu allerdings sagen, dass ich dafür von der Natur bevorzugt wurde. Für einen Dreitagebart brauche ich mindestens 8 Tage und auch die Hautstruktur ist sehr fein. Sodass ich nicht unbedingt etwas verstecken muss. Alles in Allem….Glück gehabt. 🙂

Passend zum vorherigen Beitrag

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Es bestärkt meine Aussage, dass mich Konventionen nicht wirklich tangieren.

DekolletéWenn es denn warm ist, dann bin ich der Meinung, dass Frau auch durchaus mal zeigen darf was sie hat. Zwar würde ich so freizügig nicht durch die Stadt gehen, aber wenn man mit den Hunden durch die Feldmark wandert, kann man sich das schon erlauben zumal es sich bei dem neckischen Teil um mein Geburtstagsgeschenk von meinem Schatz handelt. Das muss man doch auch mal zeigen dürfen. Also meine Damen, zeigt ein wenig Mut. Heute früh erregte ich mit kurzem Rock und Stiefelchen übrigens den Unmut eines älteren Paares. Sie zischte ihm zu, „hast du das gesehen“. Vermutlich war sie nur neidisch auf meine langen schlanken Beine.😉

Konventionen…

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….ich pfeife drauf, zumindest wenn es um mein Privatleben geht.

 

DekolletéInspiriert hat mich zu diesem Statement ein Beitrag, den ich am Wochenende bei Birgit im Weblog gelesen habe. Es ging primär um die Frage ob Trans* zur Zeit „in“ wäre oder nicht. In ihrem Beitrag kam sie dann auf eine Liste in der aufgelistet wird, wann man denn dem Klischee nach eine richtige Frau ist. „Lange Haare, Kleider, Röcke, schön bunt, Tücher, Absätze, Stimmlage, kein Alkohol, zurückhaltend, Strumpfhosen, Halsketten, Parfüm, Makeup, BH, Ohrschmuck, Haarentfernung, Kajal, Mascara, schüchtern, nicht rauchen, brav… Die Liste bitte einfach ruhig weiter ergänzen…“Nun ja, ich gebe es zu, ein paar Dinge treffen bei mir zu, aber im Großen und Ganzen interessiert es mich mittlerweile überhaupt nicht was die Umgebung von mir denkt oder über mich redet. Da halte ich es mit Elli’s  Aussage die in der Sidebar als „Weisheit des Tages“ zu finden ist.

Wenn einige Dinge zutreffen dann aus dem Grund weil ich das so für mich gut finde. Ansonsten bin ich mittlerweile so weit, dass ich ganz „normal“ herumlaufe. Die ganzen letzten Tage habe ich mir MakeUp, bis auf Kajal und ein wenig Augenbrauenfarbe, schon mal grundsätzlich gespart, viel zu warm. Früher wäre ich ohne MakeUp noch nicht einmal vor die Tür zum Mülleimer gegangen und heute gehe ich so einkaufen. Nun kam die Steigerung. Die „Boops“ hatten „Freigang“, den BH habe ich heute einfach mal weggelassen und oh Wunder, wie man sehen kann, ist tatsächlich ein gewisses Dekolleté vorhanden. Nun ja, für ein Dirndl würde es vermutlich nicht reichen, es ist klein aber es ist meins. Wenn man sich nicht selber unter Druck setzt und irgendwelchen Idealen nachjagt, dann kann man sehr gut als Trans* leben.

 

Pflanzenhaarfarbe oder auch Henna

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Irgendwie passt chemische Haarfarbe nicht mehr ganz in mein Leben

Demnächst werde ich mich mal mit dem Thema Henna befassen. Also befasst habe ich ich eigentlich schon, ich werde mich heranwagen und aus diesem Grund habe ich mir gestern eine Packung pflanzliche Haarfarbe besorgt. Rot ist ja eh meine Farbe, insofern passt Henna ganz gut in des Schema. Allerdings bin ich nicht ganz so mutig und habe reines Henna gekauft. Ich habe eine fertige Mischung gekauft, die einen Mahagoniton ergeben soll. Aber gespannt bin ich ja doch was dabei heraus kommen wird. Ich muss mich nur damit abfinden, dass es eine ziemlich lange Prozedur wird. Denn zwei bis drei Stunden muss man einplanen.

Ich liebe den Sommer

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…mit seinen warmen Temperaturen.

 

Dann kann Frau nämlich aus dem Vollen schöpfen und je höher die Temperaturen steigen um so kürzer werden die Kleider und Röcke. Dann kann ich mich über die Blicke amüsieren und es zaubert mir ein Lächeln ins Gesicht. Ich meine ich muss ja zugeben, ich würde auch einen Blick riskieren wenn eine hochgewachsene Frau mit langen Beinen im kurzen Kleid und hochhackigen Pumps an mir vorbei gehen würde. Heute früh hatte ich ja noch eine kurze Hose unter dem Kleid an, auf die habe ich aber jetzt am Nachmittag bei den hohen Temperaturen verzichtet. Ich weiß, es ist schon ziemlich mutig wenn das Kleid noch nicht einmal bis zur Mitte der Oberschenkel reicht, aber was stört es mich……🙂

Stielaugen

Ich hatte ja versprochen, dass ich mich melde wenn es etwas interessantes zu berichten gibt.

 

Heute nun ist es so weit. Die Nachbarin hatte Besuch, angeheiratete Verwandtschaft, eine eingebildete Ziege die der Meinung ist etwas Besseres zu sein und der Guten sind vorhin beinahe die Augen heraus gefallen. Es ist heute ja endlich wieder warm und wir waren im Garten am arbeiten und somit trägt Frau ja etwas Bequemes und das war heute in meinem Fall eine kurze Jeans (sehr kurz) und ein Bikinioberteil. Nun ja..ich komme um die Hausecke, sie steht auf dem Nachbargrundstück und schaut mich mit immer größer werden Augen an. Sie war so verdattert, dass sie sogar ausnahmsweise den „Guten Tag“ erwidert hat. Das Gesicht von ihr war so klasse, der Anblick war nicht mit Gold aufzuwiegen. 😀

Finale Abrechnung

In den vergangenen Tagen habe ich mich um die letzten Papiere gekümmert.

 

Wenn ich bin der kommende Woche meinen neuen Füherschein abhole, habe ich alle Papiere getauscht und wenn ich keinen vergessen habe sind alle Versicherungen und Firmen informiert. Nur noch einen Termin bei einer Bank muss ich noch erledigen und dann warst das. Zu den knapp 1.300 Euro bei Gericht kamen noch 110 Euro für neue Papiere dazu so dass der ganze Vorgang ziemlich genau 1.400 Euro gekostet hat. Wie schon gesagt…kein Schnäpchen, aber auch keine Unsumme.

 

 

Das Ende vom Anfang

Mein ganz persönlicher Rückblick auf 2015. Ein Jahr mit einigen Änderungen und Klarstellungen.

 

Nachdem ich Anfang Mai auf der Arbeit praktisch dazu gezwungen wurde Klarheit zu schaffen bekam die ganze Angelegenheit eine gewisse Eigendynamik.
Irgendwie war ich Anfang Mai der Meinung, dass es auch in der Firma an der Zeit wäre für klare Fronten zu sorgen. Es hat zwar sowieso jeder gewusst, aber offiziell war es jahrelang nicht. Und so habe ich alle Kollegen an einem Freitag mit einer Mail überrascht und somit war die Katze aus dem Sack und nach 14 Tagen hat niemand mehr darüber gesprochen. Ich war von Stund an die Christine und gut war es.

 

Im Juli dann ein kurzer Krankenhausaufenthalt. Natürlich und ganz ohne Probleme als Frau und das trotz der männlicher Papiere, vielen Dank dafür an das Krankenhaus in Wernigerode.

Trotzdem war der Aufenthalt im Krankenhaus ein Grund für ein paar Gedanken was passieren würde wenn ich nicht in der Lage wäre meine Lage zu erklären. Also endlich mal den Hintern hoch bekommen und Anfang August den Antrag auf Namen- und Personenstandsänderung abgeschickt.

 

Von da an ging es ganz schnell. Die Mitarbeiter des Amtsgerichts in Göttingen habe sich keine Zeit gelassen und die Bearbeitung des Antrag auf die Eilschiene geschoben. Zumindest hatte ich den Eindruck das es so wäre. Denn Anfang Oktober waren schon alle Fragen geklärt und die beiden Gutachtertermine abgehakt. Am 11.11 dann der abschließende Termin bei Gericht und am 02.12, ziemlich genau vier Monate nach Absenden des Antrags erlangte der Beschluss des Gerichts Rechtsgültigkeit und ich bin nun auch offiziell ein Mädchen mit Namen Christine.

Nun jage ich noch hinter den neuen Papieren hinterher, was sicherlich noch ein paar Wochen dauern wird. Bank, Personalausweis, Krankenkassenkarte und Rentenversicherung sind beantragt bzw. informiert. Immerhin habe ich heute zum ersten Mal mit der neuen Scheckkarte bezahlt, die ist nämlich schon da. Alle anderen Änderungen müssen warten bis der neue Ausweis da ist. denn dann kann ich die noch ausstehenden Änderungen beantragen.

Ich werde also im neuen Jahr noch ein paar Dinge zu erledigen haben. Aber das dürfte im Januar zu erledigen sein und danach kann ich das gesamte Thema zu den Akten legen.
Soweit mein ganz persönlicher Rückblick auf das Jahr 2015. Ich wünsche allen Besuchern ein gutes neues Jahr und mögen Eure Wünsche in Erfüllung gehen.

 

Christine

 

PS: gerade kam das Schreiben der Stadt, dass ich im neuen Jahr meinen Personalausweis abholen kann. Es geht also weiterhin gut voran.

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