Outing im Job

Es musste ja so kommen, das nennt man dann wohl Retourkutsche was mir Svenja da aufgegeben hat. Das kommt davon, wenn man seine Klappe nicht halten kann und schlaue Kommentare in anderen Blog abgibt. 😉

TransGender-SymbolNein, so ist das natürlich nicht, ich habe auch kein Problem damit darüber einen Beitrag zu schreiben. Es ist nur einfach so, dass ich bisher keine Notwendigkeit gesehen haben mich auf der Arbeitsstelle zu outen. Klar habe ich mir darüber schon Gedanken gemacht und es mir ist auch schon bewusst wie ich es anfangen werde. Aber noch war es mir nicht wichtig genug…die Zeit war einfach noch nicht reif dafür. Man darf nicht vergessen, dass es noch nicht man ein halbes Jahr her ist, dass mir eine ganz liebe Person auf den Kopf zugesagt hat, dass ich ohne Zweifel transgender wäre. 🙂
Der von Svenja in ihrem Weblog beschrieben Weg „oben“ in der Firma anzufangen ist meines Erachtens richtig und wichtig. Denn damit setzt man die Vorgesetzten unter „Zugzwang“, dass sie gegen Diskriminierung und Mobbing vorgehen müssen. Denn ganz ausschließen kann man solch ein Verhalten einiger Kollegen nicht und wenn es dann zu Ärger kommt, ist es immer schon gut, dass das die Firmenleitung längst Bescheid weiß und nicht erst umständlich von dem Wechsel der Identität in Kenntnis gesetzt werden muss.
Wenn es denn so weit ist, werde ich das Gespräch mit der Geschäftsleitung suchen und die Sache erklären. Einige werden vermutlich so reagieren, dass sie es schon wussten bzw. es ahnten, für Einige wird das Weltbild ins wanken geraten und es wird sicherlich auch einen Teil geben, die es nicht lassen können und „intelligente“ Sprüche raus lassen werden. Sicherlich werde ich für einige Zeit das Gesprächsthema schlecht hin sein und Einige werden einen Bogen um mich machen, wir sind ja so gefährlich und ansteckend, aber ich kann mir vorstellen, dass man im Großen und Ganzen recht schnell zur Tagesordnung über gehen wird. Es wird sich während der Arbeit auch nicht viel ändern, wir haben eine feste Kleiderordnung und die beinhaltet keine Röcke…auch nicht für Bio-Frauen. Ansonsten gehe ich auch jetzt schon, bis auf den Rock, als Frau zur Arbeit. Ich schminke mich morgens um zur Arbeit zu gehen, ich habe meine Damenbekleidung an und ich trage meine Pumps. Was soll sich also groß herrlich ändern…außer das ich vielleicht den Weg zur Arbeit und zurück im Rock anstatt der Hose gehe. Aber das ist auch kein Zeichen von Weiblichkeit, denn heute trägt der überwiegende Teil der Frauen lieber Hose als Rock.
Aber nichtsdestotrotz werde ich berichten wenn es so weit ist und wie es gelaufen ist, werde ich natürlich auch kundtun. Aber vorher steht mir eine viel schwierige Aufgabe ins Haus. Ich muss meine Schatz klarmachen, dass ich nicht nur ein Mann bin der sich schminkt und Röcke trägt und diese „Beichte“ ist eine viel schwieriger Aufgabe als sich auf der Arbeit hinzustellen und zu sagen, “ ich bin transgender“.

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2 Kommentare zu „Outing im Job

  1. Klar weiß sie was los ist, das ist ja nicht zu über sehen. Aber zwischen Wissen und nicht wahr haben wollen ist ein großer Unterschied. 😦

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