Ich bin „not amused“

Eigentlich sollte hier ein fröhlicher Beitrag über meinen Urlaub stehen, aber stattdessen muss ich mich mit einem unerfreulichem Thema befassen.

Da komme ich nach Hause und muss lesen, dass zwei meiner Lieblingsblogs Änderungen erfahren haben, über die ich „not amused“ bin.
Svenja hat nach unfreundlichen Rückmeldungen anderer Transsexuellen, sowie Frauen aus dem feministischen Lager ihren Blog auf Eis gelegt und Nili sah sich nach unerfreulichen Ereignissen gezwungen neue Blogs zu eröffnen, die nur auf Einladung betreten werden können.
Wo und in was für einem Land wir leben weiß ich, und ich weiß auch, dass es in der Natur des Menschen liegt anderen seine Willen auf zu zwingen. Mir ist auch durchaus bewusst, dass es Personen gibt, die sich und ihre Meinung für das Maß der Dinge halten. Das allerdings gerade aus dem Lager der Transsexuellen solche Anfeindungen kommen, das macht mich betroffen. Denn gerade hier sollte doch jeder wissen, wie schwer es ist seine Freiheit zu verteidigen. Nur scheint es leider noch nicht in allen Schichten angekommen zu sein, dass man seine eigene Freiheit nur so weit ausdehnen sollte, bis sie an die Freiheit des Nachbarn stößt.
Wer maßt sich also an, Svenja vorzuschreiben was sie in ihren Lesern aus ihrem Leben mitzuteilen hat? Selbst wenn ihr Leben nur aus Shopping, Reisen und Blanchet trinken bestehen sollte, so ist das immer noch ihr Leben und es sollte sich niemand erdreisten darüber den Stab zu brechen. Ich hoffe doch wohl, dass niemand glaubt, dass ihr Leben nur aus den paar „Schnipseln“ besteht, die sie uns zu lesen gegeben hat. Sollte allerdings tatsächlich irgend jemand der Meinung sein, dass das ihr ganzes Leben sein, so dürfte doch wohl klar sein wessen Geisteskind derjenige ist.

Bei Nili liegt es ja ähnlich…

es gab in der letzten Zeit viel zu viele anonyme und nicht wirklich freundliche Kommentare auf meine Postings.

Ja hallo, was soll so etwas? Anonyme Kommentare sind eh schon das allerletzte und dann auch noch in eine Richtung, die ich absolut nicht gutheißen kann.

Muss man denn den Leuten das Leben so schwer machen. Gerade Menschen, die Minderheiten angehören, sind doch auf soziale Kontakte angewiesen und das geht doch nun mal am besten über und mit dem Internet. Klar ist auch das Internet nur ein Spiegel der Gesellschaft und somit wird es hier immer ein paar Spinner geben, die sich nicht zurückhalten können und schlechtes Karma verbreiten. Aber gerade dem Nachzugeben ist meiner Meinung nach die falsche Reaktion, die man zeigen kann. Denn das bestärkt diese Leute und es ist ihnen eine Wohltat.

So, nun habe ich mich genug über die Unzulänglichkeiten der Mitbürger ausgelassen. Ich kann nur hoffen, dass Svenja ihre Entscheidung noch mal überdenkt und bei Nili hoffe ich doch wohl, dass sie mich einladen wird auch weiterhin ihren Blog zu lesen.

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4 Kommentare zu „Ich bin „not amused“

  1. Liebe Chrisi danke für Deinen Beitrag, ich glaub es ist wirkich höchste Zeit, dass diese Stänkereien thematisiert werden. Ich äussere mich jetzt hier nicht mehr weiters dazu, weil ich in meinem Blog schon alle Hände voll zu tun habe 😉

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