Der Wink mit dem Zaunpfahl

Heute früh auf der Arbeit musste ich mal ganz kurz mit einem Zaunpfahl winken

 

Heute früh kam die Frage auf wo ich mich denn umziehen würde. Nun, ich ziehe mich seit Jahr und Tag im Büro um. Ich habe damit auch kein Problem, ich mache keinen Unterschied ob ich im Bikini im Schwimmbad bin, oder ob ich kurz im Slip und BH zu sehen bin. Außerdem habe ich schicke Unterwäsche, die kann ich ruhig mal zeigen. 😉  „Wenn ich denn möchte gebe es da ja einen Umkleideraum“.  Ja den gibt es, extra für mich gebaut! Ich antwortet darauf, dass wir uns damit auf einen ganz schmale Grat bewegen würden. Kurze Pause und dann mache es bei meinem Gegenüber klick, „das wäre ja Diskriminierung“. Genau das wäre es und bei aller Toleranz gegenüber meiner Umwelt, wenn sie darauf bestehen dass ich den Raum nutze gibt es Ärger. Denn dann rufe ich ganz laut Diskriminierung und sie sollen mir erklären mit welcher Begründung sie mir den Zugang zum Damenumkleideraum verwehren. Aber im Moment vermute ich ist das Thema ersteinmal vom Tisch und sie hoffen, dass ich nicht den Schlüssel zur Damenumkleide haben möchte.

Die Geschichte zeigt wieder, dass uns  unsere Vergangenheit immer wieder mal einholt. Aber das sind die Situationen in denen wir hart bleiben müssen.

Advertisements

Die Menschen sind so leicht zu verwirren…

Steht der Paketbote vor mir und verkündet, dass er ein Paket für Frau Beck hätte. Antwort von mir, „schön, da warte ich schon drauf“. Er tippt etwas in sein elektronisches Helferlein ein und verkündet, „sie sind ein Familienmitglied“? Die Antwort, „wenn es für Kirsten ist ja, wenn es für Christine ist, dann bin ich es selbst“, hat ihn dem Gesicht nach doch irgendwie verwirrt. 😀

Komplimente…

…nimmt man gerne entgegen, vor allen wenn sie aus berufenen Mund kommen.

 

Heute stand mal wieder der Besuch beim arbeitsmedizinischen Dienst an. Man „trifft“ sich alle drei Jahre und somit habe wir uns in den letzten 10 Jahren schon ein paar mal gesehen. Sie kennen mich also auch noch mit männlichen Vornamen. Heute nun war es das erste mal, dass ich mit weiblichen Vornamen dort aufkreuzte. Ich war ein wenig gespannt wie es ablaufen würde. Aber es war vollkommen normal, als wenn es den alten Vornamen niemals gegeben hätte. Fast war ich ein wenig enttäuscht. 😉 Aber ganz zum Schluss kam ich dann doch noch zu meiner Überraschung. Die Ärztin machte mir ein Kompliment. Sie hätte ja in den vergangen Jahren die Veränderung bemerkt und sie fände es ganz toll was ich getan hätte und ich würde längst nicht mehr so männlich aussehen. So etwas hört man doch gerne.  🙂

Hust hust…

..Kinders wie schnell die Zeit vergeht.

 

Hier liegt der Staub ja meterhoch. Ich habe vorhin mit Erschrecken festgestellt, dass es ja schon über ein halbes Jahr her ist, dass ich das letzte mal einen Beitrag geschrieben habe.

Aber daran sieht man, dass es mir gut geht und das Leben in geordneten Bahnen verläuft. Mit ein paar klitzekleinen Einschränkungen lebe ich das unaufgeregte Leben einer ganz normalen Frau im mittleren Alter. In Anlehnung an die vorherigen Beitrag ist es nun auch schon kein Beitrag mehr wert, wenn ich mal ohne MakeUp zur Arbeit gehen. An normalen Arbeitstagen beschränkt sich das MakeUp auf Kajal und ein wenig Augenbrauenfarbe. Frau sein ist für mich einfach selbstverständlich geworden und das scheine ich auch auszusenden. Bis mal auf eine Nachfrage am Telefon, ob sie mit Herr oder Frau B. sprechen bin ich für meine Umwelt Frau B. und das ist gut so.

Ich bin mal auch schon wieder weg…das reale Leben ruft. 🙂

Nur das ich es nicht vergesse

Ich bin gestern und vorgestern ungeschminkt zur Arbeit gegangen!

Naja, nicht ganz, ein wenig Kajal und Augenbrauenfarbe musste sein. Aber das war es auch schon. Bei der Wärme hatte ich keine Lust auf MakeUp. Früher wäre ich noch nicht einmal ungeschminkt zum Mülleimer gegangen und nun gehe ich sogar ohne MakeUp zur Arbeit. Das ist auch ein Zeichen der inneren Ausgeglichenheit und des Selbstbewusstseins. Nun gut, ich muss dazu allerdings sagen, dass ich dafür von der Natur bevorzugt wurde. Für einen Dreitagebart brauche ich mindestens 8 Tage und auch die Hautstruktur ist sehr fein. Sodass ich nicht unbedingt etwas verstecken muss. Alles in Allem….Glück gehabt. 🙂

Passend zum vorherigen Beitrag

Es bestärkt meine Aussage, dass mich Konventionen nicht wirklich tangieren.

DekolletéWenn es denn warm ist, dann bin ich der Meinung, dass Frau auch durchaus mal zeigen darf was sie hat. Zwar würde ich so freizügig nicht durch die Stadt gehen, aber wenn man mit den Hunden durch die Feldmark wandert, kann man sich das schon erlauben zumal es sich bei dem neckischen Teil um mein Geburtstagsgeschenk von meinem Schatz handelt. Das muss man doch auch mal zeigen dürfen. Also meine Damen, zeigt ein wenig Mut. Heute früh erregte ich mit kurzem Rock und Stiefelchen übrigens den Unmut eines älteren Paares. Sie zischte ihm zu, „hast du das gesehen“. Vermutlich war sie nur neidisch auf meine langen schlanken Beine. 😉

Konventionen…

….ich pfeife drauf, zumindest wenn es um mein Privatleben geht.

 

DekolletéInspiriert hat mich zu diesem Statement ein Beitrag, den ich am Wochenende bei Birgit im Weblog gelesen habe. Es ging primär um die Frage ob Trans* zur Zeit „in“ wäre oder nicht. In ihrem Beitrag kam sie dann auf eine Liste in der aufgelistet wird, wann man denn dem Klischee nach eine richtige Frau ist. „Lange Haare, Kleider, Röcke, schön bunt, Tücher, Absätze, Stimmlage, kein Alkohol, zurückhaltend, Strumpfhosen, Halsketten, Parfüm, Makeup, BH, Ohrschmuck, Haarentfernung, Kajal, Mascara, schüchtern, nicht rauchen, brav… Die Liste bitte einfach ruhig weiter ergänzen…“Nun ja, ich gebe es zu, ein paar Dinge treffen bei mir zu, aber im Großen und Ganzen interessiert es mich mittlerweile überhaupt nicht was die Umgebung von mir denkt oder über mich redet. Da halte ich es mit Elli’s  Aussage die in der Sidebar als „Weisheit des Tages“ zu finden ist.

Wenn einige Dinge zutreffen dann aus dem Grund weil ich das so für mich gut finde. Ansonsten bin ich mittlerweile so weit, dass ich ganz „normal“ herumlaufe. Die ganzen letzten Tage habe ich mir MakeUp, bis auf Kajal und ein wenig Augenbrauenfarbe, schon mal grundsätzlich gespart, viel zu warm. Früher wäre ich ohne MakeUp noch nicht einmal vor die Tür zum Mülleimer gegangen und heute gehe ich so einkaufen. Nun kam die Steigerung. Die „Boops“ hatten „Freigang“, den BH habe ich heute einfach mal weggelassen und oh Wunder, wie man sehen kann, ist tatsächlich ein gewisses Dekolleté vorhanden. Nun ja, für ein Dirndl würde es vermutlich nicht reichen, es ist klein aber es ist meins. Wenn man sich nicht selber unter Druck setzt und irgendwelchen Idealen nachjagt, dann kann man sehr gut als Trans* leben.